Vereinssatzung

S A T Z U N G Stand 05.11.2006
der St. Pankratius-Schützengilde Gescher e.V.


§ 1
Name und Sitz
Der Allgemeine Bürgerschützenverein von Gescher trägt den Namen „ St. Pankratius-
Schützengilde“. Er ist als Verein im Vereinsregister des Amtsgerichts Borken unter der Nr. 446
eingetragen.
Der Verein hat seinen Sitz in Gescher.
§ 2
Zweck des Vereins
1) Die St.Pankratius-Schützengilde, die ihre Anfänge auf das Jahr 1605 datiert, hat die Aufgabe,
die althergebrachten Einrichtungen und Gebräuche des Schützenwesens zu ehren und an
denselben festzuhalten, die Einheit, den Gemeinsinn und die Vaterlandsliebe zu fördern.
2) Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
3) Die Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die
Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Eine Ausnahme bildet das
Throngeld, das dem neuen König zugewandt wird.
4) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch
unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
§ 3
Mitgliedschaft
1) Jeder männliche Einwohner der Stadt Gescher, welcher das 16. Lebensjahr vollendet hat,
kann Mitglied des Vereins werden. Über Ausnahmen entscheidet der geschäftsführende
Vorstand.
2) Der Antrag auf Aufnahme als Mitglied hat beim Kassenwart oder bei einem von ihm
beauftragten Vorstandsmitglied mündlich oder schriftlich zu erfolgen. Im Falle der Ablehnung
einer Mitgliedschaft brauchen Gründe nicht angegeben zu werden.
3) Bei der Aufnahme hat das neue Mitglied den Jahresbeitrag zu entrichten.
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§ 4
Beendigung der Mitgliedschaft
1) Die Mitgliedschaft im Verein wird beendet durch freiwilligen Austritt, Ausschluß oder Tod.
2) Der Austritt aus dem Verein muss vom Mitglied des Vereins schriftlich dem Vorstand
gegenüber erklärt werden.
3) Ein Mitglied kann vom Verein ausgeschlossen werden, wenn es seinen Mitgliedsbeitrag
trotz Mahnung nicht zahlt. Das ausgeschlossene Mitglied kann nur gegen Nachzahlung des
rückständigen Beitrages wieder als Mitglied in den Verein aufgenommen werden.
4) Ein Mitglied kann ferner vom Verein ausgeschlossen werden, wenn es

  1. Anstand und Sitte bei den Versammlungen und Festen gröblich verletzt oder
  2. sich bei denselben Gelegenheiten den Anordnungen seiner Vorgesetzten hartnäckig
    und ungehorsam entgegensetzt oder
  3. bei denselben Gelegenheiten ein Mitglied des Vereins vorsätzlich oder gröblich beleidigt
    oder tätlich angreift oder
  4. wegen einer Mangel an Ehrgefühl zeigenden Handlung rechtskräftig verurteilt worden ist.
    5) Über den Ausschluss aus dem Verein entscheidet der geschäftsführende Vorstand. Sofern dieser
    den Ausschluss nicht einstimmig beschließt, entscheidet der Vorstand.
    § 5
    Organe des Vereins
    Organe des Vereins sind die Generalversammlung und der Vorstand.
    § 6
    Die Generalversammlung
    1) Der Präsident hat wenigstens alle zwei Jahre die Mitglieder zur Generalversammlung
    einzuladen. Die Einladung hat schriftlich unter Angabe der Tagesordnung zu erfolgen. Die
    Einladung muss mindestens vier Wochen vor dem Sitzungstermin erfolgen, wobei zur
    Rechtzeitigkeit der Einladung deren Aufgabe auf die Post ausreicht. Die schriftliche Einladung
    an die Mitglieder kann durch eine Bekanntmachung in der örtlichen Tageszeitung ersetzt
    werden.
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    2) Die Generalversammlung ist ohne Berücksichtigung der Zahl der erschienenen Mitglieder
    beschlussfähig.
    3) Die Generalversammlung fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit, es sei denn, in dieser
    Satzung ist eine andere qualifizierte Mehrheit vorgegeben.
    4) Die Generalversammlung hat folgende Aufgaben:
    Sie
  5. wählt den Vorstand,
  6. nimmt das Protokoll der letzten Generalversammlung entgegen,
  7. nimmt den Lagebericht des Präsidenten entgegen,
  8. beschließt den vom Kassenwart vorgelegten Kassenbericht,
  9. legt die Höhe der jährlichen Mitgliedsbeiträge fest,
  10. wählt drei Kassenprüfer,
  11. beschließt die Änderungen der Satzung, die einer Mehrheit von ¾ der von den anwesenden
    Mitgliedern abgegebenen Stimmen bedarf,
  12. beschließt die Auflösung des Vereins, die einer ¾ Mehrheit der von den anwesenden
    Mitgliedern abgegebenen Stimmen bedarf,
  13. berät und beschließt über alle wichtigen Angelegenheiten, für die der Vorstand nicht
    zuständig ist.
    5) Über den Verlauf, insbesondere über die Beschlüsse der Generalversammlung ist vom
    Schriftführer oder einem vom Präsidenten Beauftragten ein Protokoll zu führen.
    Dieses ist vom Protokollführer und vom Präsidenten zu unterzeichnen. Das Protokoll ist auf
    der nächsten Generalversammlung zu verlesen.
    § 7
    Der Vorstand
    1) Der Vorstand besteht aus dem Präsidenten, dem Kassenwart, dem Schriftführer, dem Oberst,
    dem Major und mindestens 20 weiteren Beisitzern sowie dem jeweils amtierenden König.
    2) Der Kassenwart ist gleichzeitig Stellvertreter des Präsidenten.
    3) Die Beisitzer werden für eine Wahlzeit gewählt, die über eine Periode von 4 Schützenfesten
    geht.
    4) Die übrigen Mitglieder des Vorstandes werden für die Dauer von 10 Jahren gewählt. Die
    Wahlzeit beginnt mit der Wahl für die jeweilige Funktion im Vorstand.
    5) Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins; er ist für alle Aufgaben zuständig, die nicht
    in § 6 Absatz 4 dieser Satzung genannt sind.
    6) Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung, die vom Vorstand mit einfacher Mehrheit
    zu beschließen ist.
    7) Der Präsident, der Kassenwart, der Schriftführer, der Oberst und der Major bilden den
    geschäftsführenden Vorstand.
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    8) Der Präsident, der Kassenwart und der Schriftführer bilden den Vorstand im Sinne des
    § 26 BGB. Er vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Die Abgabe von
    Erklärungen, die den Verein verpflichten, bedarf der Unterschrift von zwei Mitgliedern
    des Vorstandes, von denen einer der Präsident oder der Kassenwart sein muss.
    § 8
    Kassenverwaltung
    1) Dem Kassenwart obliegt die laufende Kassenführung in Einnahmen und Ausgaben.
    2) Der Kassenwart erstattet dem Vorstand Bericht durch Vorlage der Jahresrechnung.
    § 9
    Äußere Organisation
    1) Die Mitglieder des Vorstandes, die Offiziere, die Gruppenführer und die Schützen erhalten
    ein allgemeines Abzeichen, das vom Vorstand auf Kosten des Vereins zur Verfügung gestellt
    wird.
    2) Die Offiziere und Gruppenführer haben ihre Ausrüstung auf eigene Kosten anzuschaffen.
    Der Vorstand hat das Recht, für die Ausrüstung der Offiziere einen entsprechenden Zuschuss
    zu geben oder Ausrüstungsgegenstände vollständig anzuschaffen. In diesem Fall bleiben die
    Ausrüstungsgegenstände Eigentum der Gilde. Der Major führt darüber ein Inventarverzeichnis.
    3) Das Korps der Gilde ist im Grundsatz in zwei Kompanien eingeteilt. Die Zuteilung der
    Mitglieder zu den einzelnen Kompanien geschieht durch den Oberst bzw. den Major. Es bleibt
    seinem Ermessen überlassen, inwieweit er Wünsche einzelner, einer bestimmten Kompanie
    anzugehören, berücksichtigt.
    4) Der Oberst ist dem Vorstand gegenüber für die Ernennung und Beförderung der übrigen
    Offiziere und Gruppenführer verantwortlich. Im Falle der Verhinderung des Oberst geht diese
    Verpflichtung auf den Major über.
    5) Jedes Mitglied ist verpflichtet, bei Versammlungen zur rechten Zeit zu erscheinen, den
    Festlichkeiten beizuwohnen, den Befehlen und Anweisungen der Vorgesetzten Folge zu leisten
    und alles zu unterlassen, was sich auf das Wohl der Gilde nachteilig auswirken könnte.
    Eingedenk des Wahlspruchs
    „Einheit, Gemeinwohl, Vaterlandsliebe“
    ist jedes Mitglied verpflichtet, am Wohle des Staates, der Stadt Gescher und der Schützengilde
    mit aufrichtigem Interesse teilzunehmen.
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    § 10
    Eigentum des Vereins
    1) Alle anderen als die in § 9 Absatz 2 dieser Satzung genannten, aus den Mitteln des Vereins
    beschafften Sachen sind zu inventarisieren und bleiben Eigentum des Vereins. Die
    Inventarisierung veranlasst der Kassenwart. Ausscheidene Mitglieder behalten kein Recht
    am Vereinsvermögen.
    2) Eigentum der Gilde sind insbesondere
  • die Fahnen,
  • das Silber und die Königskette,
  • das Königsbuch,
  • die am Ausgang von Gescher nach Coesfeld im Jahr 1872 errichtete Schützenstation mit
    Fahne, Stange und Erinnerungsstelen der vier Jahrhunderte,
  • die Vogelstange mit Zubehör.
    3) Der Präsident hat für die Aufbewahrung des Eigentums des Vereins Sorge zu tragen.
    Der Vorstand hat das Recht, sich von der guten Aufbewahrung des Eigentums zu überzeugen.
    § 11
    Änderung der Satzung
    Änderungen der Satzung des Vereins können nur von der Generalversammlung mit einer
    Mehrheit von ¾ der von den anwesenden Mitgliedern abgegebenen Stimmen beschlossen
    werden.
    § 12
    Auflösung des Vereins
    1) Auf Antrag des Vorstandes oder auf schriftlichen Antrag aus der Mitte des Vereins, der von
    mindestens 200 Mitgliedern unterzeichnet sein muss, ist auf der nächsten Generalversammlung
    über die Auflösung des Vereins abzustimmen. Die Auflösung des Vereins kann nur mit der
    Mehrheit von ¾ der von den anwesenden Mitgliedern abgegebenen Stimmen beschlossen
    werden.
    2) Bei Auflösung des Vereins fällt dessen Vermögen an die Stadt Gescher, die es unmittelbar
    und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat. Es ist der Stadt Gescher
    jedoch untersagt, das in § 10 Absatz 2 dieser Satzung genannte Eigentum des Vereins mit
    Ausnahme der Vogelstange zu veräußern. Die Stadt Gescher hat dafür zu sorgen, dass das
    Eigentum des Vereins sicher aufbewahrt und gepflegt wird.
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    § 13
    Inkrafttreten
    Diese Satzung tritt nach Beschluss auf der Generalversammlung am 05.11.2006 mit der
    Eintragung ins Vereinsregister in Kraft. Gleichzeitig tritt die Satzung vom 17.03.1996 außer
    Kraft.